Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen (QuB)

Dieses Programm fördert benachteiligte junge Menschen am Übergang von der Schule in Beruf. Es ermöglicht ihnen eine individuelle und soziale Stabilisierung, ein Lernen im Prozess der Arbeit sowie optional ein Nachholen des Hauptschulabschlusses. Den jungen Menschen soll ein kontinuierlicher Aufbau von Kompetenzen ermöglicht werden, der sie zu einer selbständigen und eigenverantwortlichen Berufs- und Lebensgestaltung befähigt und die Basis für ein lebensbegleitendes Lernen legt. Ziel ist, dass sie nach erfolgter Stabilisierung und Qualifizierung eine schulische bzw. berufliche Ausbildung beginnen bzw. in eine für sie adäquate, weiterführende Qualifizierungsmaßnahme oder Arbeit vermittelt werden.

Worum es bei der Förderung geht

Den jungen Menschen, an die sich das Programm richtet, mangelt es neben Grundkompetenzen fürs schulische Lernen oft auch an sozialen Kompetenzen. Sie sind also in mehrfacher Weise benachteiligt. Die für das Erlernen und Ausüben eines Berufs notwendige Disziplin und Motivation fehlt ihnen oftmals. Die Träger des Programms bieten den jungen Menschen daher eine individuelle Unterstützungsstruktur, die sie dazu befähigen soll, selbständig und eigenverantwortlich arbeiten und leben zu können. Die Förderung berücksichtigt die Problemlagen der jungen Menschen und setzt an ihren Stärken und Fähigkeiten an.

Im Kern geht es um ein Qualifizierungsangebot, das es den jungen Menschen ermöglicht, eine Ausbildung zu machen und bzw. oder den Hauptschulabschluss zu erwerben. Diese arbeitsmarktorientierte Vorbereitung und Qualifizierung wird durch eine intensive sozialpädagogisch begleitete Förderung ergänzt. Weil viele der geförderten jungen Menschen körperliche Erkrankungen oder psychische Probleme haben, spielt auch die Förderung der seelischen und körperlichen Gesundheit eine wichtige Rolle.

Wie sieht die berufsvorbereitende Qualifizierung aus, die von Jugendwerkstätten und Produktionsschulen geleistet wird? Es ist eine gesunde Mischung aus Theorie und Praxis, gegliedert in überschaubare modulare Einheiten. Bestandteile der Maßnahmen sind insbesondere: die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, der beruflichen Orientierung und individuellen Berufswegeplanung sowie die Vermittlung ausbildungsrelevanter Qualifikationen. Möglichst jeder Teilnehmende absolviert pro Beschäftigungsjahr ein sozialpädagogisch begleitetes Betriebspraktikum, das zwischen zwei und sechs Wochen lang ist. Die jungen Menschen können ihrem Förderbedarf entsprechend bis zu 24 Monate in den Projekten betreut werden. In Ausnahmen auch darüber hinaus. Idealerweise finden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ablauf der zwei Jahre einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu dem Programm QuB des ESF+ Hessen finden Sie hier.

AnsprechpartnerInnen

Claudia Gotscher
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

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