Förder-Initiative REACT-EU

Logo_DE_Next_GenerationEU.jpg

Mit einem 41 Mio. Euro umfassenden Sofortprogramm zur Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie will das Land Hessen deren vielfältige soziale Folgen bekämpfen. Gleichzeitig möchte das Programm eine Zukunftsperspektive bieten und zu einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft beitragen. Möglich wird diese Initiative durch REACT-EU („Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe“, „Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas“), das als Teil der europäischen Strukturpolitik darauf abzielt, die Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern. Aus den EU-Mitteln erfolgt eine Vollfinanzierung förderfähiger Leistungen der bewilligten Vorhaben. Im Laufe des Jahres 2022 werden die zur Verfügung stehenden Mittel nach aktuellem Planungsstand noch einmal auf dann insgesamt rund 54 Mio. Euro erhöht. Die Projektlaufzeit endet Ende 2022. Die Förderung ist als direkter Impuls der Unterstützung gedacht und soll eine Brücke zur neu anstehenden Förderperiode 2021-2027 des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) schlagen.

Die Hessische Arbeitsmarktförderung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) hat thematisch vielfältige Interventionsansätze entwickelt, denen insgesamt 24 geförderte Projekte zugeordnet sind. In 22 von 26 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten wird ein Projekt umgesetzt, das auf die Bedürfnisse der jeweiligen Region ausgerichtet ist, dazu kommen sechs Projekte, die hessenweit agieren.

Im Folgenden finden sich kurze Informationen zu allen Projekten:

Interventionsansatz – Bedarfsgemeinschaften im Fokus

Das Projekt „Familienrat“ bietet benachteiligten Familien in der Stadt Offenbach im Rahmen eines Coachings der Bedarfsgemeinschaft Hilfestellungen an. Das Ziel: Mit allen Familienmitgliedern tragfähige Lösungen zu erarbeiten und langfristig die Chancen auf Integration in den Arbeitsmarkt erhöhen. Mit der Koordinationsstelle „Family Fit“ bündelt MainArbeit die gesammelten Erkenntnisse zur Erprobung aufsuchender und quartiersbezogener Arbeit sowie systemisch-beratender Ansätzen und stellt diese Akteur*innen der hessischen Arbeitswelt zur Verfügung.

Das Kooperationsprojekt Bedarfsgemeinschaften (BGs) im Fokus. Beschäftigungsbegleitendes Coaching im Schwalm-Eder-Kreis“ zielt darauf, über die Teilhabe an für jedes Familienmitglied hilfreichen Maßnahmen die Familie als System zu stärken und die Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Das Projekt Unterstützungspotenzial von Familien gezielt für die Integration in Arbeit und Ausbildung aktivieren – neue Kooperation im Quartier“ stärkt benachteiligte Familien im Rahmen eines Coachings ihrer Bedarfsgemeinschaften als System und fördert Kompetenzen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Im Zentrum steht die individuelle Begleitung von Familien in Frankfurt Sossenheim und angrenzenden Stadtteilen.

Das Projekt „Ausguck – Familie an Bord“ richtet sich an durch die Corona-Pandemie benachteiligte Bedarfsgemeinschaften mit Kindern im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Über ein Coaching der Bedarfsgemeinschaft, das für alle Familienmitglieder Unterstützungsangebote identifiziert, soll langfristig die Integration in den Arbeitsmarkt erfolgen.

Das Projekt „Quartierszentrum für systemische Arbeitsmarktintegration“ vermittelt benachteiligten Familien in mehreren Kasseler Stadtteilen im Rahmen eines Coachings ihrer Bedarfsgemeinschaft Kompetenzen für gesellschaftliche Teilhabe und den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Interventionsansatz – Psychische Gesundheit

Das zweiteilige Projekt „Psychische Gesundheit Arbeitswelt Hessen“ zielt auf die Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen als Voraussetzung für die Rückkehr in den Arbeitsmarkt. Zudem wird ein Bündel an Maßnahmen in Kooperation mit hessischen Unternehmen umgesetzt, das für psychische Erkrankungen sensibilisiert und bei Bedarf Schulungen und Coachings ermöglicht.

Interventionsansatz – Digitale Kompetenzen stärken, berufliche Integration von Frauen fördern

Das Projekt „Digitaler Start in die Gesundheitsbranche“ will arbeitssuchende Frauen mit sprachlichem Förderbedarf in Frankfurt am Main und dem Rhein-Main-Gebiet für eine Ausbildung in der Gesundheitsbranche motivieren. Vorrangiges Ziel ist es, über die Vermittlung digitaler Kompetenzen die berufliche Integration von Frauen zu fördern.

Das Projekt „DigiFORT – Digitalkompetenz im Gesundheitswesen“ qualifiziert hessenweit arbeitssuchende, insbesondere alleinerziehende oder erziehende Frauen und Frauen mit Migrationserfahrungen, für den Berufseinstieg in der Gesundheitsbranche. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung digitaler Kompetenzen für die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt.

Das Projekt „digitalwomen II“ zielt darauf, die beruflichen Zukunftsperspektiven von durch die Pandemie besonders benachteiligten Frauen in Frankfurt am Main, Darmstadt, Dieburg und Rüsselsheim zu stärken. Dabei soll über die gezielte Vermittlung digitaler Kompetenzen die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt gefördert werden.

Interventionsansatz - Beruflichen Wiedereinstieg von Frauen in ländlichen Regionen unterstützen

Das Projekt „Beruflicher Wiedereinstieg auf dem Land (BeWieLA) – Kommunikations- und Servicestelle (KOMSE)“ zielt auf den Aufbau einer Servicestelle für in Hessen aktive Frauenbildungsträger sowie die Konzeptionierung und Erprobung eines Qualifizierungsprogramms, das den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen in den ländlichen Regionen – hier Landkreis Kassel, Lahn-Dill-Kreis und Landkreis Limburg-Weilburg – unterstützt.

Das Projekt „Perspektiven 4.0 – Initiative ländlicher Raum“ nutzt den durch die Corona-Krise ausgelösten Digitalisierungsschub als Chance, insbesondere benachteiligte Frauen im Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Vogelsbergkreis an digitale Techniken heranzuführen und so den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen in ländlichen Regionen zu unterstützen.

Das Projekt WiN Wiedereinstieg in Nordhessen“ qualifiziert arbeitssuchende Frauen mit und ohne Migrationshintergrund im Landkreis und der Stadt Kassel über ein umfassendes, auf die persönlichen Bedarfe ausgerichtetes Beratungs- und Bildungsangebot für die Wieder-/Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Das Ziel: Voraussetzungen schaffen für den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen in ländlichen Regionen.

Das Projekt „Female Empowerment im Main-Kinzig-Kreis /Re-Start mit React“ zielt darauf, arbeitsuchende Frauen auf die Herausforderungen des digitalisierten Arbeitsmarktes vorzubereiten – und schafft so die Voraussetzungen für den beruflichen Wiedereinstig von Frauen im Main-Kinzig-Kreis.

Das Projekt „DigitalRegional – hybride Lern- und Arbeitsformen für Frauen in ländlichen Regionen“ fördert und stärkt den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen aus dem ländlichen Raum, konkret in den Kreisen Wetterau und Fulda, über die Vermittlung von digitalen Kompetenzen als Grundlage der gesellschaftlichen Teilhabe und als Voraussetzung für den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Das Projekt „Berufliche Zukunft gestalten – digitales Training und individuelles Coaching für Frauen“ erschafft benachteiligten Frauen im Landkreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis über die Vermittlung von digitalen Kompetenzen und weiteren Qualifikationen Zugang zum Bildungs- und Arbeitsmarkt und unterstützt so den beruflichen Wiedereinstig von Frauen in ländlichen Regionen.

Das Projekt „Fit für die digitale Arbeitswelt – Frauen fördern im ländlichen Raum“ hat das Ziel, arbeitssuchende Frauen aus dem Landkreis Offenbach u. a. über die Förderung digitaler Kompetenzen, Sprachförderungen und Bewerbungstrainings in dauerhafte Beschäftigung zu bringen. Es unterstützt mit vielfältigen Maßnahmen den beruflichen Wiedereinstig von Frauen in ländlichen Regionen.

Interventionsansatz - Teilzeit-Ausbildung

Das Projekt „Servicestelle Teilzeitausbildung in Hessen“ zielt auf den Aufbau einer zentralen Servicestelle mit sechs Regionalstandorten (Fulda, Kassel, Wetzlar, Wiesbaden, Offenbach und Darmstadt). Über sie soll die Teilzeitausbildung hessenweit bei Betrieben und jungen Menschen bekannter und leichter zugänglich gemacht werden.

Interventionsansatz – Bildungsträger digital: Ausstattung verbessern, Kompetenz stärken

Das Projekt „digiLIFT – Digitale Regiestelle für die hessische Arbeitsmarktförderung“ schafft die erforderlichen Voraussetzungen, um hessische Bildungs- und Qualifizierungsträger bedarfsorientiert mit technischer Infrastruktur in Form von Hard- und Software auszustatten sowie über Qualifizierungen die Digitalkompetenz Mitarbeitender von Bildungs- und Qualifizierungsträgern auszubauen. digiLIFT hat das Ziel, innovative, nachhaltige, digitale Arbeitsmarktförderung in Hessen umzusetzen.

Interventionsansatz - Digitale Kompetenzen in der Ausbildung

Das Projekt „Ausbildungsvorbereitung 4.0“ zielt auf den Aufbau eines Kooperationsnetzwerks zur Qualifizierung, Ausbildungsvorbereitung und -vermittlung für Ausbildungssuchende in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Landkreis Wetterau. Im Mittelpunkt steht die Förderung digitaler Kompetenzen.

Das Projekt „DivA – Digital & individuell vermittelt in Ausbildung“ möchte benachteiligte junge Menschen in verschiedenen hessischen Regionen zur Aufnahme einer Ausbildung motivieren, Orientierung im regionalen Ausbildungsmarkt bieten und bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven unterstützen. Im Mittelpunkt steht der Erwerb digitaler Kompetenzen.

Das Projekt „Joblinge hybrid“ zielt darauf, benachteiligte junge Menschen in Kreis Offenbach, Stadt Frankfurt, Stadt Darmstadt mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, Kreis Groß-Gerau für eine Ausbildung zu gewinnen, gezielt digitale Kompetenzen zu vermitteln und die Bereitschaft für eine Qualifizierung in Mangelberufen zu motivieren.

Interventionsansatz - Nachhaltigkeit in Arbeit und Natur

Das Projekt „Go Green“ will jungen durch die Pandemie besonders benachteiligten Menschen in Nord-, Mittel- und Südhessen Zugang zu Berufen in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Garten- und Landschaftsbau sowie Landwirtschaft zu verschaffen. „Go Green“ geht es darum, beruflich zu orientieren und Teilnehmende in Ausbildung, Arbeit, weiterführende Schule oder weiterführenden Angebote rund um die Themen „Arbeit und Natur“ zu vermitteln.

Das Projekt ProLand-Produktionsschule: Ein Lernen-und-Leben-Konzept für die ländliche Region in Zeiten der Pandemie reduziert durch Berufsorientierung und -vorbereitung soziale und fachliche Vermittlungshemmnissen und bringt junge Menschen in „grüne“ Berufe. Wesentliche Aspekte sind berufsbezogene Sprachförderung, Vermittlung von Digitalkompetenzen sowie die Sensibilisierung für Nachhaltigkeit.

© Copyright 2018-2022 - Hessisches Ministerium für Soziales und Integration